Der Blog zur Abnehmen-Community: Gastbeitrag: Schlank im Schlaf - Was muss, was kann? [Karin Futschik] }

Bildquelle: Marc Winking - Tagesdecke von S. Rexi, vielen Dank! :)
Schlank im Schlaf (SiS) schreibt ja doch sehr klar vor, was man darf und was man nicht darf:
  • Morgens darf man nur Kohlenhydrate.
  • Dazwischen darf man 5 Stunden lang nichts.
  • Mittags darf man Kohlenhydrate und Eiweiß gemischt.
  • Dazwischen darf man 5 Stunden lang nichts.
  • Abends darf man nur Eiweiß.
  • Danach darf man nichts.
Natürlich formuliert das Buch das irgendwie positiver, aber an den Vorgaben ändert das ja nichts.

Die Frage ist nun, muss ich mich wirklich an alles genauso halten?

Muss ich genau ausrechnen, wieviel Eiweiß und wieviel Kohlenhydrate ich benötige?

Im Prinzip schon. Allerdings folge ich da dem Prinzip einer anderen Abnehmmethode. Um dauerhaft seine Ernährung umzustellen, sollte man lediglich soviel wie nötig umstellen. Das heißt, so lange man mit einer Umstellung abnimmt, braucht man eigentlich nicht mehr zu verändern. Sonst schreckt man nur das Gewohnheitstier.

Als ich vor einigen Jahren mit Schlank im Schlaf begonnen hatte, hatte ich lediglich auf die Kohlenhydrate abends verzichtet. Gefrühstückt hatte ich noch nie. Mittags habe ich mir die Kohlenhydratbeilage (Nudeln, Kartoffeln, Reis) nach der vorgegebenen Tabelle abgewogen, um einen Blick für eine normale Portion zu bekommen. Also zwei Umstellungen, die sich wunderbar umsetzen ließen. Die ersten fünf Kilo gingen damals wirklich nur damit wie von allein. Mehr war nicht nötig! Ja, warum denn dann was ändern?

Weil das Kaloriendefizit irgendwann nicht mehr ausreicht, je niedriger das Gewicht wird. Nach diesen ersten fünf Kilos ging gar nichts mehr. Ich war am Verzweifeln. Doch der Schlüssel zu den nächsten Kilos war nicht schwer zu finden. Bisher hatte ich die Bewegung vernachlässigt! Also ging ich jeden zweiten Tag etwa eineinhalb Stunden spazieren - heute ist es eine gute Stunde Nordic Walking - um meinen Kalorienverbrauch in die Höhe zu schrauben. Ohne diese Komponente geht bei mir schon längst nichts mehr. Bewegung gehört für mich nun mal dazu.

Ich kenne die Vorgaben von SiS auswendig. Alle. Dennoch fahre ich mit meinem System recht gut. Langsam immer mehr berücksichtigen, das Kaloriendefizit immer nachjustieren. Inzwischen beherzige ich sehr viele der Regeln. Nicht, weil man nur auf diese Weise abnehmen könnte, sondern weil sie mir helfen, mein Kaloriendefizit einzuhalten. Nur drei Mahlzeiten am Tag verhindern die Nascherei zwischendurch, insbesondere abends vor dem Fernseher. Beim Abendessen auf Kohlenhydrate zu verzichten, kann helfen, weniger Kalorien aufzunehmen und somit das Kaloriendefizit einzuhalten.

Es ist aber auch so, dass es umso schwieriger wird, je näher man dem körpereigenen Wohlfühlgewicht kommt. Das ist aber ganz natürlich. Denn weniger Körpermasse benötigt weniger Kalorien zur Versorgung. Es ganz normal, dass es daher immer langsamer geht. Doch es geht voran - sofern man weniger aufnimmt, als man verbraucht.

Wenn du also mit SiS starten möchtest, beginne mit dem Kohlenhydratverzicht am Abend, dem Abwiegen der Beilagen und den Essenspausen zwischendurch. Du wirst erst einmal ganz ohne Sport Gewicht verlieren!

Kommentare :

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Madame Graphisme

Das klingt immens esotherisch ...
Und im Umkehrschluss dass jeder, dessen abendliche Hauptmahlzeit den Großteil seiner täglichen Carbs enthält, nicht oder nur schwer abnehmen kann. Bizarr!
Ich frage mich manchmal ehrlich, ob manche Menschen so einen Zinnober brauchen, um sicher zu sein, auch genügend beim Abnehmen zu leiden oder auch "wissenschaftlich" genug zu sein. :D
Das gute alte "weniger rein als raus" ist denen einfach zu profan, scheint's!

Marc Winking

"Weniger raus, als rein" liegt ja allen Diätkonzepten zugrunde, auch wenn das manchmal anders "in Regeln" verpackt wird, das Grundkonzept ist natürlich diese Weisheit.
Abends auf Kohlenhydrate hat aber - auch nach der LowCarb Theorie mit dem schwankenden Blutzuckerspiegel und darauf folgendem Heisshunger - den Vorteil, dass die Fresserei vor dem Fernseher aufhört, satt ist satt, wenn man mal in sich hineinhorcht.

Madame Graphisme

Ja - aber das wird mMn im Text nicht klar genug. Und dann könnte man es auch auf "low carb" reduzieren und hätte den selben Effekt. Ganz davon ab, dass es Studien gibt (Universität Tel Aviv), dass verschiedene Menschen von verschiedenen Makros länger satt sind. Verallgemeinern und wilde Regeln sind also nicht für jeden hilfreich. :)

Marc Winking

Karin hat den Text nochmal überarbeitet, danke für das Feedback! :)

Das mit den Markos - tatsächlich? Das hatte ich noch nicht gehört. Muss ich mich mal schlau machen, weil darüber haben Karin und ich heute auch diskutiert, ob Fett eigentlich länger satt macht oder nur leckerer. Ich setz das mal auf meine Leseliste, interessiert mich! :)

Madame Graphisme

Guck mal hier zu Carbs und Insulin: http://www.quarkundso.de/die-welt-kohlenhydrate/
Ist zwar nicht im direkten Vergleich zu Protein oder Fett, aber dass Menschen schon innerhalb der Carbs völlig unterschiedlich reagieren, schickt die KH versus Protein-Sache bei Sättigung in die Wüste.
Ist jedenfalls ein spannendes Thema und ich finde eure Blogbeiträge immer wieder sehr lehrreich und anregend!

Marc Winking

Ich guck mir das an und vielen Dank für das Lob! :)

Marc Winking

Hey, Madame, danke für den Link! Oh je, da geht schon wieder eine Fettlogik stiften, fürchte ich. Aber hält Eiweiß nicht trotzdem am längsten satt, weil es am meisten Zeit zum Verdauen braucht?
Und ich fänd ja noch logisch, wenn der Körper immer noch verdaut, dass er da mal gerade keinen Hunger meldet?

Marc Winking

Link ist gleich mal in der Linksammlung gelandet! :)

Sven

Wichtig ist, dass man seinen Grundumsatz immer weiter erhöht. Der einzige Weg dazu ist der Aufbau von Muskelmasse.
Man sieht besser aus und verbrennt rund um die Uhr Kalorien.
Eine sehr eiweißreiche Ernährung ist dazu bestens geeignet.

Marc Winking

Sehr interessanter Blog, ich trage dich mal in unseren BlogRadar Abnehmen ein :)

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